Hier könnt ihr verreisen...:


    ... mit dem Fahrrad

    ist sicher die billigste, erlebnisreichste und oft auch nicht die langsamste Art, an einen Zielpunkt zu kommen. Fahrräder sollten zuvor auf einen verkehrssicheren und guten Zustand (Bremsen, Beleuchtung, Luft usw.) überprüft werden. Bei längeren Touren vorher das Fahren in der Gruppe üben! Ein Gruppenleiter sollte stets als Letzter fahren, nur so kann man alle im Auge behalten und verliert keinen (auch bei einer Panne). Luftpumpe (ggf.mit Ventiladapter für Autoventile) und Flickzeug nicht vergessen.

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    ... mit dem VGN

    kommt man im Norden bis nach Ebern/Zapfendorf (hinter Bamberg) im Osten bis Amberg, im Westen bis Rothenburg o.d.Tauber bzw. Schnelldorf (hinter Ansbach) und im Süden sogar bis Solnhofen. Eine Fahrkarte gilt für alle Busse, Regional (RB/RE-)-, S- und U-Bahnen im Verkehrsgebiet.
    Achtung: etwas abgelegene Linien werden an Sonn- und Feiertagen nur sehr selten oder gar nicht mehr bedient, deshalb unbedingt Hin- und Rückfahrt genau planen.

    Fahrplanauskünfte am besten unter http://www.vgn.de .

    Fragt man den Busfahrer bei Fahrtbeginn und lässt der Fahrplan es zu, kann auch mal einer kleiner Umweg oder ein Sonderhalt für die Gruppe in Frage kommen, um den Weg zum Ziel zu verkürzen. Fragen kostet nichts!

    Das Tarifsystem lässt folgende Möglichkeiten für Gruppen zu (Preise Stand Nov 2012):

    Streifenkarten:

    Für die Kurzzone K (Stadt Erlangen) gibt es 5er-Streifenkarten für Kinder (bis zum vollendeten 14.Lebensjahr) (3,60€) und Erwachsene (7,10€). Für alle anderen Zonen sind 10er-Streifenkarten für Kinder (4,90€) oder Erwachsene (9,70€) zu erwerben, und für jede durchfahrene Zone pro Person ein Streifen abzustempeln (mindestens zwei Streifen). Die Fahrt darf nur in einer Richtung erfolgen und in einer bestimmten Zeit beendet sein, Umsteigen mit ist ohne neues Stempeln möglich. Auch für kleine Gruppen ist diese Möglichkeit meist zu teuer.

    Tagesticket Plus (ehem. Familientageskarte):

    Tagestickets Plus berechtigen bis zu sechs Personen, von denen höchstens zwei 18 oder älter sein dürfen, einen ganzen Tage lang zu Fahrten, bei der Karte TK (7,30€) innerhalb der Zonen K und 2, bis zur Karte T10 (16,20€) im gesamten VGN-Gebiet (es gibt Zwischenstufen). Statt einer Person kann auch ein Fahrrad mitgenommen werden. Am Wochenende gilt die Karte sogar Samstag und Sonntag. Die Fahrt muss nicht angemeldet werden. Tagestickets gibt es auch am Automaten, gelten dann aber nur für den aktuellen Tag.

    Wird eine Tagesticket (TT) nicht voll ausgenutzt, ist es manchmal günstiger, nur volle Sechsergruppen mit TT fahren zu lassen, den Rest mit normalen Streifenkarten.

    Gruppenreise:

    In der Gruppe zahlen Erwachsene (alle ab 15) die Hälfte des regulären Fahrpreises. Jeweils zwei Kinder (aufgerundet) zählen wie ein Erwachsener. Eine Gruppe muss mindestens 10 Erwachsene (ein Erwachsener zählt wie zwei Kinder)  bezahlen und mindestens drei Werktage vor der Fahrt angemeldet werden. Außerdem muss der Transport in den normalen Verkehrsmittel möglich sein. Die Gruppenreise ist nicht immer billiger als ein Tagesticket Plus, das muss individuell geprüft werden.

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    ... mit der Bahn

    kommt man überall hin, vorausgesetzt das Ziel hat einen Bahnhof, wo auch mal ein Zug hält.

    Ein Kind bis einschließlich 11 zählt immer als halber Erwachsener.

    Der Preisdschungel bei der Bahn hat mittlerweile nicht mehr zu überblickende Ausmaße angenommen und ändert sich laufend, eine Darstellung würde den Rahmen dieser Seite sprengen.

    Weil der Preis eben nicht nur von der Gruppengröße und der Entfernung, sondern auch oft vom verwendeten Zugtyp, der Reisezeit, der Reiseroute und der Möglichkeit der Ausnutzung von Sondertarifen (die sehr zahlreich sind und sich gelegentlich ändern) abhängt, ist es bei längeren Reisen oft sinnvoll, sich von mehreren Stellen Fahrpreisauskünfte geben zu lassen. Ganz konfus wird es bei Reisen ins Ausland mit der Gruppe. Hier kennt sich dann so ziemlich keiner mehr aus, weil jedes Land seine eigenen Sondertarife hat. Voranmeldung mindestens einen Monat vor Reiseantritt (sehr knapp!) in einem DB-Reisebüro sinnvoll. Interessant auch das InterRail (15 Tage oder 1 Monat Reisen im Ausland bis 25 Jahre).

    Auch interessant sind für Jugendgruppen (Preise Stand Nov. 2012):

    Bayern-Ticket (unter Ländertickets)

    Gilt in Bayern in allen Regionalzügen (RB, RE, IRE), S-Bahnen sowie in allen bayerischen Verkehrsverbünden. Für Wochentage ab 9h bis 3h des Folgetages, an Wochendtagen und Feiertagen schon ab 0h. Es gilt für bis zu 5 Personen und kostet 22€ für die erste, zusätzlich 4€ pro weitere Person (bei voller Auslastung also 7,60€ pro Person).

    Schönes-Wochenend-Ticket

    Gilt bundesweit in allen Regionalzügen (RB, RE, IRE), S-Bahnen sowie in vielen Verkehrsverbünden (auch im VGN) für einen Samstag oder einen Sonntag. Es gilt für 5 Personen und kostet 40€ (bei voller Auslastung also 8€ pro Person).

    Quer-Durchs-Land-Ticket

    Gilt bundesweit in allen Regionalzügen (RB, RE, IRE) und S-Bahnen für einen Tag ab 9Uhr (an Wochenenden ab 0Uhr). Es kostest 42€ plus 6€ für jeden weiteren der bis zu 4 Mitfahrer (für 5 Personen also 13,20€ pro Person). Interessant für Fahrten an Werktagen auch außerhalb Bayerns.

    Gruppe & Spar

    Ab  6 Personen kann man eine Gruppenreise mindestens eine Stunde vor Reiseantritt (besser viel eher, Platz muss verfügbar sein, Plätze sind begrenzt!) nutzen. Es gibt Rabatte gegenüber dem Normalpreis von 30% bis zu 70%. Ab 49 Personen gibt es weitere Möglichkeiten

    Fahrkarten am besten im Internet unter http://www.bahn.de buchen und kaufen (auch bei Gruppenanmeldungen). Kaufen am Schalter dauert deutlich länger und kostet i.d.R. Zuschlag. Wenn es kompliziert wird, besser zu einem Reisebüro mit Bahnagentur statt im Bahnhof (schlechte Erfahrungen mit langen Schlangen und gestresstem Personal kennt wohl schon jeder). In Reisebüros ist die Atmosphäre meist besser, die Wartezeiten kürzer und - man glaubt es kaum - die Verkäufer auch häufig kompetenter als im Bahnhof.

    Um das Chaos komplett zu machen: Bei Reisezielen die außerhalb des VGN aber nicht weit vom VGN-Gebiet entfernt liegen (z.B. Pappenheim), ist es oft günstiger, mit dem VGN zum letzten VGN-Bahnhof, und erst ab dort regulär mit der Bahn zu fahren. Im Extremfall spart man so etwa die Hälfte des Fahrpreises. So etwas muss man allerdings selber herausfinden.

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    ... mit dem Reisebus

    gibt es keine Grenzen mehr, was das Reiseziel betrifft.

    Man bezahlt den Bus, egal wie voll er ist (ein normaler Bus fasst 50 Passsagiere, ein Doppeldecker meist 72). Einige Unternehmen haben auch kleinere Busse, der Preisunterschied zum Normalbus ist aber eher gering.

    Was ein Bus kostet, ist stark vom Busunternehmen und von der Auslastung zu der gewünschten Tageszeit abhängig. Ein Tagesausflug mit einem normalen Bus kostet ganz grob ab 600,-€ (geht natürlich auch wesentlich teurer). Wird der Bus während des Aufenthalts nicht gebraucht (z.B. Hinfahrt Freitag, Rückfahrt Sonntag), bezahlt man nicht nur die Hinfahrt mit vollbesetzten Bus, sondern auch die Rückfahrt (des leeren Busses). Wenn das Busunternehmen zwei Gruppen zusammennehmen kann, so dass kaum Leerfahrten anfallen, wird’s erheblich billiger. Generell ist Folgendes zu sagen:

    • rechtzeitig um den Bus kümmern, oft gilt je eher, desto billiger (für kleinere Fahrten ist ca. 1-2 Monate normal)
    • mehrere Angebote (Mail oder FAX, Telefonat oft schwierig) von verschiedenen Busunternehmen einholen! Angebote unterscheiden sich bis zu 300%!
    • oft sind Busunternehmen auf dem Land billiger als in der Stadt. In Frage kommen alle Busunternehmer zwischen dem Start- und dem Zielort, wenn sowieso Leerfahrten anstehen (weil es egal ist, ob die Leerfahrt vor oder nach der Fahrt stattfindet).
    • Busunternehmen findet man im Internet (z.B. reisebus24.de) oder den Gelben Seiten unter Omnibusbetriebe.
    • fasst man mehrere Fahrten zu einem Auftrag zusammen, wird der Bus in der Regel billiger.
    • Bei mehrtägigen Fahrten muss man i.d.R. zusätzlich für die Unterbringung des Busfahrers sorgen
    • Busfahrer müssen nach 4,5 Stunden mindestens 45 Minuten Pause einlegen und maximal 10 Stundenpro Tag fahren. Ggf. braucht man einen zweiten Fahrer, das erhöht natürlich die Kosten erheblich.
    • Aufträge schriftlich geben und schriftlich bestätigen lassen! Genaue Angaben über Abholort und –zeit machen!

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    ... mit dem Kleinbus

    kommt man auch überall hin, allerdings recht teuer, man braucht Fahrer und muss die Kleinbusse (in begehrten Zeiten) monatelang vorher bestellen. Außerdem ist es (außer der PKW-Kolonne) die am wenigsten umweltverträgliche Lösung um von A nach B zu kommen.

    Kleinbusse dürfen max. 9 Personen (inkl. Fahrer) transportieren und kosten in der Regel eine Tagespauschale (0,- bis 15,-€) und einen Kilometersatz (0,20€ bis 0,40€, i.d.R. zzgl.Treibstoff). Die Endreinigung muss man selber machen. Evtl. kommen noch zusätzlich Kosten für  eine Vollkaskoversicherung (die man unbedingt abschließen sollte, wenn es im eigenen Verband keine pauschale „Dienstreisenversicherung für Ehrenamtliche“ gibt) und Reinigung dazu. Genaueres auf dieser Seite an anderer Stelle. Kommerzielle Autoverleiher berechnen oft keinen Kilometersatz, dafür Tagesraten  von mind. 50€, bei längeren Fahrten kann das billiger sein.

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